Eine wirklich besondere Veranstaltung zum Saisonende

In der Philharmonie von Sankt Petersburg fand zum Abschluss der Formel-1-Saison die große Abschlussgala statt. Ein Treffen der Superlative. Hier steht jeder Millionär oder Milliardär und jeder der im Motorsport einen Namen hat auf der Gästeliste. Bei soviel Prominenz ist natürlich eine Heerschar von Reportern und Fotografen mit von der Partie. Es wird gefeiert und dem Jahr soll ein würdiger Abschluss bereitet werden.

Offiziell geht es um die Verleihung des Weltmeisterschaftspokals

Dies ist die offizielle Begründung für dieses feudale Fest, das auch wieder in diesem Jahr tolle Bilder geliefert hat. Der Brite Lewis Hamilton durfte sich über die fünfte Trophäe freuen, und auch der Finne Kimi Raikonnen zeigte sich von seiner unterhaltsamen Seite. Mit einer dicken Zigarre im Mund und einem Glas Whisky in der Hand sorgte er für die Bilder, die sich die Fotografen wünschen. Gilt der Finne doch generell als wortkarg und introvertiert, so dreht sich bei ihm scheinbar das Blatt, wenn der Alkohol ins Spiel kommt. Etwas das verlorengegangen zu sein scheint, denn Raikonnen ist der Letzte der mit solchen Bildern noch Schlagzeilen macht. Der Schotte David Coulthard galt ebenso als einer der letzten großen Playboys des Sports. Die Boulevardpresse war stets gut versorgt mit Bildern von seinen Yacht-Partys und seinen zahlreichen Affären. Es war ein enorm wichtiger Teil des Kosmos Formel 1 und hielt die Neugier und die Faszination am Sport aufrecht.

Auf diesem Feld ist es nun deutlich ruhiger geworden

Darum versucht die FIA dem entgegenzuwirken. Mit opulenten Partys und der Aufforderung an die Teams ihren Fahrern wieder mehr Freiheiten einzuräumen und sie ein wenig mehr zu gezeigter Lebensfreude zu ermuntern. Sebastian Vettel hat mit seinem extravaganten neuen Bart den ersten Schritt getan, denn alle Experten sind sich einig, dass dieser Teil ein enorm wichtiger für den Erfolg des gesamten Sports ist. Mehr Boulevard und Skandale als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Mehr „Typen“ soll es in den Cockpits künftig geben, lautet die neue Doktrin der FIA.